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Nach den positiven Erfahrungen mit der Arbeit der zwei Duisburger Traumatherapeutinnen vom Verein „Young supporters“ im Jahr 2018 fand der achtwöchige Workshop (05.05.2022 – 16.08.2022) in der DS-Klasse zum zweiten Mal statt. Die altersgemischte Gruppe bestand aus 16 Schülerinnen und Schülern, die in den letzten Wochen und Monaten aus Syrien, Afghanistan, dem Libanon und der Ukraine in unsere Schulgemeinschaft gekommen sind.

Mit professioneller Unterstützung und der Begleitung der Klassenlehrerin Frau Paulsen arbeitete die Gruppe in Gesprächsrunden und zahlreichen kreativen Phasen mit Kerzenritualen zu Beginn zum Thema „Heimat“ – Erinnerungen an daheimgebliebene Menschen, Tiere und Wohnungen/Häuser“. Durch die geteilten Erlebnisse entstand eine vertraute Atmosphäre und es wurde bereits früh der Grundstein für ein offenes und tolerantes Miteinander verschiedener Kulturen gelegt.

Im weiteren Verlauf präsentierten die Schülerinnen und Schüler anhand von gezeichneten Flaggen ihre Fluchtwege durch Europa und die Welt. Erstaunt stellten alle fest, wie viele verschiedene Länder mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln, auch zu Fuß über lange Zeiträume z. B. drei Jahre, mehrere Monate oder Wochen durchquert wurden.

Der letzte Themenbereich beschäftigte sich mit der Ankunft/dem Ankommen im fremden Land Deutschland. Die Gruppe besann sich auf eigene Stärken und Hobbies und gestaltete anhand von Wandzeitungen Collagen über Visionen und Wünsche zum Leben in der neuen Heimat. Die Wünsche erstreckten sich von der Rückkehr in die alte Heimat über einen guten Spracherwerb und dem Verbleib an der Schule bis hin zu konkreten Berufsvorstellungen.

„Wir möchten keinen Krieg mehr erleben, wir wünschen uns Frieden“, äußerten mehrere Schüler im Verlauf des Workshops.

Am Ende konnten alle bemerken, dass wir gelernt haben, andere Menschen mit ihren Schicksalen wahrzunehmen und zu tolerieren und ein Stück weiter auf dem Weg zu einer guten Gemeinschaft zusammengewachsen sind, weil alle in einem Boot sitzen.
Jeder konnte  sich während des Workshops als Individuum mit Ängsten, Sorgen und Wünschen angenommen, respektiert und willkommen fühlen.

Dadurch war und ist es leichter sich in der HPR-Schulgemeinschaft einzuleben.

Das Team der DS-Klasse dankt dem Förderverein der HPR für die finanzielle Unterstützung des Projektes.

 

Text und Fotos: Claudia Paulsen (Klassenlehrerin DS-Klasse)